Archive for the ‘Neuigkeiten’ Category

Infoveranstaltung in Wien

Donnerstag, Januar 20th, 2011

>> Dienstag, 25.01.11 // 20:00 Uhr //  EKH – Medienwerkstatt // Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

Am 25.01.11 um 20 Uhr wird es eine Infoveranstaltung zu der diesjährigen antinationalen Demonstration zum WKR-Ball geben. Neben einem kurzen inhaltlichen Input wird es hier die Möglichkeit geben alle aktuellen Informationen zu den Protesten zu erhalten sowie Fragen zu stellen.

BEGINNT ERST UM 19:30 Uhr! Podiumsdiskussion: Autoritäre Antworten auf die Krise

Montag, Januar 17th, 2011

>> Samstag 22.01.2011 // 19:30 Uhr // Hörsaal 34 // Hauptuni Wien

Nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus und dem Beginn des 21. Jahrhunderts schien der Siegeszug des Kapitalismus gewiss, das Ende der Geschichte wurde einmal mehr apologiert. Doch die schwerste Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung.

Diesmal lag die Krise, das Elend und die Armut nicht nur in fernen Ländern, sondern stürzte europäische Staaten in den kompletten Bankrott. Die Idee eines krisenfesten Kapitalismus fand seinen gerechten Platz im Friedhof realitätsfremder Wahnvorstellungen. Inwiefern können bzw. könnten reformistische bis revolutionäre linke Kräfte dafür ihre Anliegen nutzen? Oder kommt es im Zuge der Krise zu einer autoritären Formierung der Gesellschaft, deren Nutznießer europaweit rechtspopulistische bis rechtsextreme Bewegungen sind?

Über Gründe und mögliche Gegenstrategien werden wir hier diskutieren. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sowohl die politische Situation in Österreich, als auch die globale Krisenentwicklung im Allgemeinen sein.

Das Podium:
>>
Perspektiven – Magazin für linke Theorie und Praxis

>> Streifzüge – Magazinierte Transformationslust

>> Philipp MetzgerInkatan // Institut für Kategoriale Analyse, Frankfurt

NEU: Web-Banner zum Download!

Montag, Januar 17th, 2011

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Podiumsdiskussion: Österreich und seine Geschichte

Montag, Januar 17th, 2011

Zwischen Verdrängen und Vergessen der nationalsozialistischen und austrofaschistischen Vergangenheit
>> Samstag 22.01.2011 // 15:00 Uhr // Hörsaal 34 // Hauptuni Wien

Mit Beginn der Zweiten Republik setzte sich in Österreich ein offizielles Geschichtsbewusstsein durch, das auf Mythen und Verdrängungen basierte. Mit dem herbei halluzinierten „breiten“ Widerstand der österreichischen Bevölkerung gegen den Nationalsozialismus wurde die „Opferthese“ begründet; eine Idee, die den damaligen realpolitischen Interessen zu Gute kam und bis heute tief in dem geschichtlichen Bewusstsein der Mehrheitsbevölkerung verankert ist.

Diese wohltuende Entlastung der österreichischen Bevölkerung „befreite“ von der Schuldfrage und schaffte einen positiven Bezugsrahmen für die österreichische Identität. Die Schuld- und Erinnerungsabwehr wurde zur tragenden Staatsideologie. Über die tragende Rolle der österreichischen Bevölkerung im Nationalsozialismus wird bis heute von den Meisten geschwiegen. Im Zuge des Totschweigens der eigenen nationalsozialistischen Verbrechen wurde dann der klerikale Konkurrenzfaschismus, namentlich der Austrofaschismus, von christlich-sozialer Seite zum vermeintlichen „Antifaschismus“ umgelogen.

Das Podium
>> Eva Blimlinger, Historikerin, Germanistin spricht über die Viktimisierung der österreichischen Bevölkerung nach 1945
>> Florian Wenninger, Historiker, Assistent in Ausbildung am Institut für Zeitgeschichte, spricht über den Austrofaschismus im Gedächtnis der zweiten Republik
>> Stephan Grigat, Politikwissenschaftler, Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaften, spricht über Nationalismus und die Fallstricke des Antifaschismus
>> Judith Götz, Politikwissenschaftlerin, Komparatistin, spricht zu Rechtsextremismus, FPÖ und Revisionismus in Österreich

Nach kurzen Inputreferaten der PodiumsteilnehmerInnen und dem behandeln von Verständnisfragen aus dem Publikum soll darüber diskutiert werden, wie sich die nationalsozialistische und austrofaschistische Vergangenheit auf die Gesellschaft im heutigen Österreich auswirken.

Eine Veranstaltung des antinationalen Bündnis [Wien] in Kooperation mit der IG Geschichte der Uni Wien.

Infoveranstaltungen in Graz und Innsbruck

Freitag, Januar 7th, 2011

Am 14.01. und 15.01.2011 wird es Infoveranstaltungen zu den diesjährigen Protesten zum WKR-Ball mit dem Antinationalen Bündnis [Wien] in Graz und Innsbruck geben.

>> Freitag, 14.01.11 // 19 Uhr // Graz // Grüne Akademie
>> Samstag, 15.01.11 // 19 Uhr // Innsbruck // Café DeCentral

Falls es noch Interesse an Infoveranstaltungen aus anderen Städten gibt, schickt uns bitte eine EMail an:
anbw (ät) riseup (dot) net

[DI:Day] 11.1: Know your rights! Rechtshilfeworkshop für neue und alte AktivistInnen

Donnerstag, Januar 6th, 2011

http://aua.blogsport.de/

Der WKR-Ball steht wieder ins Haus und somit die alljährlichen antifaschistischen Proteste gegen das braune Auftanzen in der Hofburg. Wir wollen die Mobilisierungsphase nutzen und unser Wissen rund ums Thema Rechtshilfe aufzufrischen und/oder neuen AktivistInnen basics vermitteln. Was darf die Polizei bei Vorfeldkontrollen, wohin mit meinem Handy, Kessel, Schlagstockeinsatz, Tränengas, was mache ich bei einer Festnahme, sind schwarze Schals ein Verstoss gegen das Vermummungsverbot, wie kann die Polizei Kundgebungen auflösen, welchen Zweck hat eigentlich Aussageverweigerung und warum machen Bezugsgruppen nicht nur auf Demos sondern auch in anderen, repressionsgeprägten Zeiten Sinn?

Wir werden uns austauschen, diskutieren, vortragen und uns rechtlich ein bisschen gemeinsam gegen Polizeiwillkür und Repression stark machen!

>> Dienstag 11.01.11 // 20:00 Uhr // W23
>> Wipplingerstraße 23 // 1010 Wien

Jedes Jahr dieselbe Scheisse!

Dienstag, Januar 4th, 2011

Antinationale Demo zum WKR-Ball 2011!
Freitag // 28.01.2011 // 17:00 Uhr // Praterstern, Wien

Am 28.01.11 ist es wieder soweit: Das vierte Jahr Proteste gegen den Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) steht bevor! Durch die antifaschistischen Proteste der letzten Jahre wurde der WKR-Ball aus der medialen Grabesruhe gehievt. Auch dieses Jahr werden die rund zwanzig lokalen Burschenschaften des WKR ihr Tanzbein für die von allen Seiten „bedrohte deutsche Kultur“ schwingen. Es trifft sich die Creme de la Creme der österreichischen wie auch europäischen Rechten, in einem der repräsentativsten Gebäude der Alpenrepublik – der Wiener Hofburg.

Die Burschenschaften des WKR haben sich in der Vergangenheit stets darum bemüht eine Scharnierfunktion zwischen FPÖ und offenen Neonazismus einzunehmen. Äußerungen und Einladungen, so an die Öffentlichkeit gedrungen, basierten immer auf antisemitischen, rassistischen und NS-verharmlosenden Ideologiefragmenten. Nicht weniger ekelhaft ist ihre Männerbündelei und ihr sexistisches Gesellschaftsbild. Frauen ist grundsätzlich der Beitritt zu den Verbindungen verboten, als Begleitung wird ihnen ein sexistisches Rollenbild zugeschrieben.

Die Nation als Garant für das Hervorbringen von Scheiße!

Fühlen sich die bürgerlichen Parteien zwar darum bemüht sich vom Treiben der Deutschnationalen zu distanzieren, war es doch der antifaschistische Protest im letzten Jahr der in einer polizeilichen Prügelorgie endete. Dass die politische Intention dieser Aktion jedoch von den Großparteien ausging, ist ein offenes Geheimnis. Weitere staatliche Repressionen gegen linke Strukturen oder die staatliche Abschiebungsmaschinerie finden zwar bei den völkischen Freaks oder der FPÖ begeisterten Beifall, gehen aber zumeist von Strukturen aus, die von SPÖ und ÖVP bestimmt sind.
Auch in anderen gesellschaftlichen Konfliktlagen zeigt sich das deutschnationale Gesellschaftsbild nicht als hegemoniales für die österreichischen Staatsbürger*innen. Die Herzen der meisten Österreicher*innen entzünden sich weniger an Schwarz-Rot-Gold als an Rot-Weiß-Rot. Im Gegensatz zu den Burschis: In ihrem Fall ist das vorgestellte Kollektiv deutschnational. Das bedeutet ihre Identifikation gilt dem gesamten „deutschen Sprach- und Kulturraum“. Ihr Nationalismus ist also der Form nach ein anderer als der der Rot-Weiß-Rot-Fans. Beiden Nationalismen gemeinsam ist aber, dass sie identitätsstiftend sind, also eine Idee von Heimat und Zugehörigkeit vermitteln und somit alle, die nicht zur vorgestellten Nation gehören, prinzipiell ausgeschlossen werden.
Und dieser Ausschluss führt zu Abschiebungen von Menschen, denen auch im neuen Jahr nicht zum Feiern zu Mute sein wird. Zahlreiche antirassistische Interventionen, wie die im Fall des Ousmane Camara, zeigen auf was in Österreich System hat: Menschen werden eingesperrt, ihrer Freiheit beraubt und jegliche Auskunft wird ihnen verweigert. Ihr „Verbrechen“ ist die Tatsache, dass sie keine Verwertbarkeit für die Nation darstellen. Aber auch linke Aktivist*innen passen nicht so recht in die harmonische Alpenidylle, wie der §278a Prozess oder die staatliche Repression gegen Personen, die angeblich eine Mülltonne in Brand gesetzt haben sollen, zeigt. Dem lächerlichen Feuerlein, für das Personen Monate lang eingesperrt wurden, lag im Übrigen das Anliegen zu Grunde, ein Zeichen gegen den AMS-Terror gegenüber Arbeitslosen zu setzen. Auch das „multikulturelle“ Wien ist darum bemüht die Möglichkeit von Wagenplätzen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.

Wir sind nicht in der Stimmung zum Feiern! Die Scheiße geht in diesem Jahr ungehindert weiter. Burschenschafter sind schon ekelhaft genug. Sie sind als Steigerung und Zuspitzung bürgerlicher Wertvorstellungen zu verstehen – also der „guten“ Mitte. Und diese „Mitte“ garantiert auch in diesem Jahr staatliche Abschiebungen, Repression, Sparpakete und kapitalistischen Leistungs- und Konkurrenzwahn.

Gegen all das wollen wir dieses Jahr auf die Straße gehen! Wir lassen uns unser Recht auf Demonstrationen nicht nehmen! Mit dem Einsatz für eine befreite Gesellschaft möchten wir den Kampf gegen Burschenschafter unnötig machen. Für ein Leben jenseits von Staat, Nation und Kapital!

Nie wieder Heimat, Volk und Vaterland!
Gegen Abschiebungen, Repression und Leistungsterror!
Gegen jeden (Deutsch-)Nationalismus, gegen Österreich und seine Fans!

Krise und Krisentheorie [Veranstaltungsreihe]

Dienstag, Januar 4th, 2011

Vom 20.1. bis zum 22.1. veranstaltet W.E.G Theoriebüro und EXIT! eine Vortragsreihe zu “Krise und Krisentheorie”, die wir ebenfalls bewerben möchten:

www.exit-online.org
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20.1. Kapitalismus in der Krise. Geschichte und aktuelle Verlaufsformen (Robert Kurz)
Krise und Geschlecht. Zum Abstraktionsverbot im Feminismus (Roswitha Scholz)

TU Wien Freihaus
Hörsaal 6, 2. Stock, grüner Bereich, Wiedner Hauptstr. 8, 1040 Wien
Beginn: 17:30 h

21.1. Systemische Ursachen der aktuellen Krise
(Claus Peter Ortlieb)
Österreichische Akademie der Wissenschaften Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19, 1.Stock, 1010 Wien
Beginn: 18:00 h

22.1. Workshop “Krise, Krisentheorie und Praxis”
(mit allen ReferentInnen)
Schenke
Pfeilgasse 33, 1080 Wien
Beginn: 15:00 h

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