Am Freitag, den 28.01.2011, gingen trotz des polizeilichen Verbotes sämtlicher antifaschistischer Versammlungen mehrere hundert Menschen auf die Straße um ihre Ablehnung gegenüber Burschenschaftern, Männerbünden und Neonazis sowie Kapitalismus, der Nation und dem österreichischen Heimatmief kundzutun. Überschattet wurde der Versuch, Kritik am bürgerlich-kapitalistischen Normalzustand zu vermitteln, lediglich durch die Repression und Kriminalisierung seitens der Behörden. Dass sich trotzdem soviele Menschen auf die Straße trauten und die Polizei durch dutzende dezentrale Aktionen ins Schwitzen brachten freut uns natürlich umso mehr. Mehrere Male gelang es den Gürtel zu blockieren, einige Demonstrationszüge bahnten sich ihren Weg durch die Innenbezirke und überall in der Stadt sorgten kleinere Gruppen für Wirbel und Konfusion. Die Hoffnung der polizeilichen Führungsriege, antifaschistischen Protest durch Verbote totzukriegen wurde schon am späten Nachmittag jeglicher Illusion beraubt und die intendierte Einschüchterung potentieller Aktivist_innen lief offensichtlich ins Leere. Viele Fragen bleiben vorerst jedoch unbeantwortet und eine genauere Einschätzung der diesjährigen Aktivitäten und Repressalien kann noch nicht getroffen werden. In naher Zukunft werden wir uns jedoch intensiv damit auseinandersetzen und hoffen in diesem Sinne noch auf spannende Diskussionen. Dennoch danken wir zunächst einmal allen, die am Freitag trotz Verbot auf der Straße waren oder andersweitig zum Gelingen dieser erstmals völlig dezentralen Aktionen zum WKR-Ball beigetragen haben.

Gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Proteste!
Gegen Österreich und seine Fans!
Für die soziale Revolution!