Archive for the ‘Neuigkeiten’ Category

Rechtshilfe

Montag, Januar 31st, 2011

Wenn du am Freitag (28.01.11) festgenommen wurdest, eine Festnahme oder sonstige Übergriffe der Polizei auf Demonstrant_innen beobachtet hast, oder deine Daten aufgenommen wurden, schreib unbedingt ein Gedächtnisprotokoll für dich! Melde dich auf jeden Fall bei der Rechtshilfe rhwien@riseup.net wenn du selbst von Repression betroffen bist. Den PGP-Key zum Download für verschlüsselte Kommunikation findest du hier.

Eine Sammlung aller Pressemeldungen und Videos sowie einen Kurzbericht von den Geschehnissen am Freitag werden wir in Kürze hier veröffentlichen!

Infos & Rechtshilfe

Freitag, Januar 28th, 2011

Hier die wichtigsten Infos auf einen Blick!

Der Infopoint am Uni Campus ist bis mind. 23:00 Uhr offen! Hier bekommt ihr aktuelle Infos, Rechtshilfeflyer/-nummer, Übersichtspläne, Essen und Getränke – für einen längeren Aufenthalt für viele Leute ist dieser Raum zu klein, es gibt aber einige offene Räume am Campus, zB das Hörsaalzentrum vorm C1 (großes Glasgebäude).

Die Rechtshilfenummer ist nicht dieselbe wie gestern – ihr erfahrt sie beim Infopoint, auf den Flyern oder am Infotelefon.

Das Infotelefon ist unter folgender Nummer zu erreichen: 0043 (0) 680/33 55 988

Adresse des Infopoints: Gewi am Uni Campus, Hof 2, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Übersichtsplan:


Stadtplan:


Wir werden euch über alle aktuellen Informationen über unseren Blog, Facebook und Twitter am laufenden halten. Kommt um 17:00 Uhr zum Infopoint!

WICHTIG: Bildet Bezugsgruppe, passt aufeinander auf und lest euch die Rechtshilfetipps durch – und besorgt euch die Rechtshilfenummer!

The streets are ours!!! – Spontandemo

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Gegen Rechtsextremismus, nationale Kollektive und die Kriminalisierung antifaschistischen Protests!

Für diesen Freitag, 28.01.2011 um 17 Uhr, wurde vom Antinationalen Bündnis Wien (AnBW) am Praterstern eine Demonstration zum WKR-Ball angekündigt. Diese Demonstration wurde ordnungsgemäß angemeldet und mit fadenscheinigen Argumenten bei einem heutigen Polizeitribunal untersagt. Für uns ist aber eines klar: antifaschistischer Protest lässt sich nicht verhindern! Aus diesem Grund gehen wir heute auf die Straße, um gegen die Verhinderung und Kriminalisierung antifaschistischer Proteste zu demonstrieren. Es kann nicht sein, dass Burschenschafter und andere RechtsexremistInnen un- gehindert in der Hofburg ihr Tanzbein schwingen, während der Protest dagegen verhindert wird.

Die zwanzig Burschenschaften des WKR haben sich in der Vergangenheit stets darum bemüht eine Scharnierfunktion zwischen FPÖ und offenem Neonazismus einzunehmen. Äußerungen und Einladungen, so an die Öffentlichkeit gedrungen, basierten immer auf antisemitischen, rassistischen und NS-verharmlosenden Ideologiefragmenten. Nicht weniger ekelhaft ist ihre Männerbündelei und ihr sexistisches Gesellschaftsbild. Frauen ist grundsätzlich der Beitritt zu den Verbindungen verboten, als Begleitung wird ihnen ein sexistisches Rollenbild zugeschrieben. In den letzten Jahren avancierte das burschenschaftliche Tanzevent zu einem Vernetzungstreffen der europäischen Rechten.

Unsere Protest richtet sich aber keineswegs nur gegen die Burschis – die mit ihrem rassistischen, sexistischen, antisemitischen und homophoben Weltbild nicht allzuweit abseits der bürgerlichen Gesellschaft zu verorten sind – sondern gegen gerade diese Normalität, welche Burschenschafter erst hervorbringt. Denn diese knüpfen nur an Ressentiments an, die in der Gesellschaft schon verankert sind. Abschiebungen „überflüssiger“ MigrantInnen und Repression gegen linke Strukturen sind genauso Teil dieser Normalität wie der kapitalistische Verwertungs-, Arbeits- und Leistungszwang, und der Zwang sich dem nationalen Gemeinwohl unterzuordnen. Der völkische Nationalismus der Burschis unterscheidet sich nur graduell, nicht prinzipiell von denen der Staats-bürgerInnen. Jede Nation ist ohne den Ausschluss “der Anderen” nicht zu haben. Hier zeigt sich wieder einmal der Mangel jeder antifaschistischen Theorie und Praxis, die sich nur auf Nazis konzentriert, nichts über den österreichischen Normalzustand zu sagen hat und somit vergisst, dass Nazis nicht einfach vom Himmel fallen.

Angesichts der Eskalationsstrategie der Polizei rufen wir die rot-grüne Stadtregierung auf, sich von den GewaltäterInnen der Exekutive zu distanzieren.

Gegen die Kriminalisierung antifaschistischer Proteste!
Gegen Österreich und seine Fans!
Für die soziale Revolution!

Demo wurde untersagt! Antifaschistischer Protest lässt sich nicht verhindern!

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Die antinationale Demo für die wir am 28.01. um 17:00 Uhr zum Praterstern aufgerufen haben wurde am 27.01. polizeilich untersagt! WIR MOBILISIEREN DAHER NICHT WEITER ZUM PRATERSTERN! Für weitere Infos kommt morgen alle um 17 Uhr zum Infopoint am Uni Campus. >> Uni Campus, Hof 2, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Hier die Nummer des Infotelefons: 0043 (0) 680/33 55 988

Wir werden euch über alle aktuellen Informationen über unseren Blog, Facebook und Twitter am laufenden halten. DENNOCH: Kommt morgen auf alle Fälle um 17:00 Uhr zum Infopoint!

Unsere Presseaussendung…

HEUTE: 15 Uhr öffentliches Krisenplenum!!!

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Aufgrund der Untersagung der morgigen Demonstration zum WKR-Ball von Seiten der Polizei wird es heute um 15:00 Uhr am Uni Campus ein öffentliches Krisenplenum geben, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

15:00 Uhr, Uni Campus, Universitätsvertretung der ÖH im Hof 1 (hinter Billa).

Presseaussendung: Antinationale Demo polizeilich untersagt!

Donnerstag, Januar 27th, 2011

Bürgerliche Freiheiten existieren in Österreich nur mehr auf dem Papier

Wien (OTS) – Für den Freitag um 17 Uhr wurde vom Antinationalen Bündnis Wien (AnBW) am Praterstern eine Demonstration zum WKR-Ball angekündigt. Diese Demonstration wurde ordnungsgemäß angemeldet und mit fadenscheinigen Argumenten bei einem heutigen Polizeitribunal untersagt.

Bündnissprecherin Kai Nenation dazu: „Es ist eine bodenlose Frechheit und einer bürgerlichen Demokratie unwürdig, dass antifaschistische Demonstrationen verboten werden, während Rechtsextreme und Neonazis in der Hofburg abfeiern – und das am 66. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Nunmehr wird sich zeigen, wie die Rot-Grüne Stadtregierung auf diesen Affront reagiert. Vizebürgermeisterin Vassilakou wird hiermit aufgefordert, hierzu Stellung zu nehmen. Auch die SPÖ sollte angesichts ihres vermeintlichen antifaschistischen Grundkonsens ihr Vorgehen genau überdenken. Der Stadtregierung nahestehende Jugendorganisationen sind hiermit aufgefordert, den medialen Phrasen auch konkrete Taten folgen zu lassen.“

Über ein weiteres Vorgehen wird derzeit beraten, klar ist jedenfalls: Antifaschistischer Protest lässt sich nicht verhindern!

Rückfragehinweis:
Antinationales Bündnis Wien (AnBW):
Kai Nenation, Tel.: 0680/3369469
anbw@riseup.net, http://anbw.blogsport.eu

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110127_OTS0150/antinationale-demo-polizeilich-untersagt

NEU: Radiointerview online!

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Am Montag, 24.01.11, gab es am Abend einen Radiobeitrag von Radio Orange zu den diesjährigen antifaschistischen Protesten gegen den WKR-Ball. Unser Interview mit Radio Orange könnt ihr euch hier anhören.

Direktdownload…

antinational afterparty

Mittwoch, Januar 26th, 2011

>> Freitag, 28.01.11 // ab 22:00 Uhr // EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien

Kurzaufruf der autonomen antifa [w]

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Jedes Jahr dieselbe Scheiße!
Antinationale Demo zum WKR-Ball 2011!

Jedes Jahr aufs Neue geht dieselbe Scheiße von vorne los. Angefangen vom WKR-Ball der rund zwanzig lokalen Burschenschaften des Wiener Korporationsrings (WKR), die ihr nationales Tanzbein schwingen werden, bis hin zum Zwang sich den kapitalistischen Zuständen unterzuordnen und sich für den Standort Österreich den Rücken krumm zu arbeiten.
Aber bleiben wir kurz beim WKR-Ball: Dieser findet auch am 28. Januar 2011 abermals in der Hofburg, einer der repräsentativsten Räumlichkeiten der Alpenrepublik, statt. Dort wird sich wie jedes Jahr die Creme de la Creme der österreichischen wie auch europäischen Rechten zusammenfinden, um ihre „national-freiheitliche“, völkisch-deutschnationale bis offen rechtsextreme Gesinnung abzufeiern. Dieses Jahr wollen wir die Gesamtscheiße der österreichischen Normalitäten, die sich ebenso wie dieses Event jedes Jahr von neuem wiederholen, ins Visier unserer Kritik nehmen.

Schöne gute Neujahrs-Vorsätze…
… doch auch diese werden an den Zwängen der kapitalistischen Normalität nichts ändern. Denn mit oder ohne Neujahrsvorsätze muss sich jede*r weiterhin der kapitalistischen Verwertungslogik und den nationalen Standortbedingungen unterordnen. Für die einen geht es schlechter, für die anderen weniger schlecht aus. Dies gilt vor allem für Personen mit migrantischem Hintergrund oder nicht österreichischer Staatsbürger*innenschaft: Diejenigen, die nämlich dem nationalen Standort Österreich angehören dürfen, weil sie „nützlich“ sind, können sich „glücklich“ schätzen. Andere hingegen, diejenigen die eben „nicht nützlich“ sind, müssen raus oder dürfen gar nicht erst rein.

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Aufruftext des KSV LiLi [englisch]

Mittwoch, Januar 26th, 2011

Same shit, different year – Crash the WKR-Ball!

The WKR-Ball as a Highlight of the European Right
Just like every year, on the 28th of January the elite of Europe’s Extreme Right will meet in Vienna. They’ll celebrate themselves by arranging the infamous WKR-Ball (short for Wiener Korporations-Ring – Viennese Corporation Circle), which takes place in the Viennese Hofburg, one of the most representative buildings of the Austrian Republic.

The Brown Hosts
The WKR is a union of 19 German-nationalist fraternities (Burschenschaften*). It is the breeding ground of several militant neo-Nazi cadres and many an Austrian Freedom Party politician. Their ideology is based on racism, antisemitism, anti-feminism, sexism, homophobia, anti-communism, elite thinking and their alleged German-nationalist heritage. Membership is granted to men only. The structure of these ‘undiluted’ male, lifelong and close networks is both hierarchic and authoritarian and hence reflecting our society’s hegemonic patriarchy. Within Austria’s right scene, the German-nationalist fraternities have a special task: they function as link between militant neo-Nazis and the (post-)fascist Austrian Freedom Party. The Austrian Freedom Party for instance has 27 seats in the Viennese city parliament – half of their mandataries originate from said fraternities. The Freedom Party is currently third-strongest force in the National Parliament and still in the ascendant. They are actively involved in the formation of a United European Right and according to latest surveys have a chance of hitting the 25% mark in upcoming elections.

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